Steuergerechtigkeit: Was ist das?
Der Stern stellt die Frage: Wer zahlt eigentlich noch Steuern?» Wie nicht anders zu erwarten, finanzieren während sich die Reichen in den Steueroasen sonnen, die kleinen Leute den Staat.
So weit der Befund. Anstatt sich zu fragen wie warum das so ist, brechen die Leute, allen voran die PolitikerInnen in Empörung aus. Die kleine Leute zahlen Steuern weil sie dazu gezwungen werden und nicht weil sie den Staat so toll finden. Wenn Sie können, dann Hinterziehen Sie genauso wie die Reichen die Steuern. Wer es sich leisten kann, der schmuggelt sein Geld am Fiskus vorbei oder schlägt seine Zelte (respektive Villa) in einer Steueroase auf.
Anstatt Empörung zu heucheln, wäre es interessanter die Frage zu stellen: Was muss der Staat machen, damit ihn seine BürgerInnen wieder mögen?
Das Gebilde Staat ist undurchschaubar und verfolgt Ziele die nicht seinen BürgerInnen dienen. Auf dem ersten Blick ist der Staat nichts anders als eine gigantische Umverteilungsmaschine. Ausser seinen DienerInnen und einigen Lobbysten proftiert niemand vom Staat.
Die Rolle des Staates muss neu definiert werden. Wenn er die Interessen seiner BürgerInnen wahrnimmt, löst sich das Problem der Steuerhinterziehung von selber.
Das Steuerwesen ist undurchsichtig. Gerecht ist es nicht und wie es funktioniert, verstehen selbst die Steuerbehörden nicht.
Die Abschaffung der Einkommenssteuern würde das Steuerwesen durchsichtiger machen. Die Belastung des Konsums und nicht der Arbeit ist deshalb gerecht, weil es die effektive Kaufkraft besteuert. Wer viel hat, gibt viel aus, wer wenig hat gibt wenig aus. Eine besondere Umstatzsteuer auf Luxusartikel, würde für einen Ausgleich zwischen kleinen und grossen Einkommen schaffen.
Die Kombination aus Warenumsatzsteuer und umlaufgesichertes Geld», ist ein Gebot der politischen Vernunft. Laut darüber nachzudenken, ist erfolgversprechender als über die Reichen zu jammern.
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Autor: gedankenblitze • 10. März 2008 • Rubrik: Soziale Frage • Kommentare (1) •
Tags: Steuerreform
am 28. März 2008 um 16:13 Uhr | #
[...] Vermögenden haben sich die Steuerverhältnisse dagegen umgekehrt. Sie zahlen immer weniger. Von Steuergerechtigkeit kann heute kein Politiker mehr ernsthaft reden. Denn eigentlich herrscht eine Steuerungerechtigkeit [...]