Blocher und Ospel oder das Ende der neoliberalen Dekade

goodbye BlocherMit dem Ausscheiden von Christoph Blocher aus dem Bundesrat, geht die neoliberale Dekade ihrem Ende zu. Zufall oder nicht, diese Wochen erlebt der Blocherfreund Ospel, dass die Welt doch nicht so funktioniert, wie er es sich gedacht hatte.
Die SVP geht unter der Führung von Christoph Blocher in die Opposition. Nur hat sich die Welt seit den 90er Jahren verändert. Niemand mehr ausser den Sozialdemokraten, will in die EU. Das Thema hat sich erschöpft. Das Asylgesetz wurde so verschärft, dass gar keine Asylbewerber in die Schweiz einreisen können, gegen die man später wettern kann. Statistisch gesehen nimmt die Jugendkriminalität ab. Die Staatsausgaben wurden in den letzten Jahren derart zurückgebunden, dass es gar nichts mehr zum Sparen gibt.
Nun will Christoph Blocher nochmals durch die Mehrzweckhallen der Schweiz turnen und in vier Jahren, mit 71 Jahren erneut Bundesrat werden. Christoph Blocher wird alt, man darf gespannt sein, ob er es körperlich nochmals schafft wie ein vitaler 50er durch die Mehrzweckhallen zu turnen.
Christoph Blocher ist zu alt und seine Themen sind nicht mehr aktuell. Bis in vier Jahren, wird die rückläufige demographische Entwicklung das Thema sein. Die Schweiz steuert einem Arbeitskräftemangel zu, nicht die Ausländer auszuschaffen, sondern wie man Ausländer ins Land bringt, wird für Gesprächststoff sorgen.
Als gelernter Landwirt müsste Christoph Blocher wissen, dass man beizeiten den Hof den Jungen übergeben muss. In einem Anfall von Altersstarrsinn beharrt er auf seine veralteten Positionen. Jetzt wäre der richtige Augenblick für ihn, sein Haus zu besorgen und sich zurückzuziehen. Der Gang in die Opposition, gefährdet alles was die SVP erreicht hat.
Am meisten darf man sich auf die Volkswahl des Bundesrates freuen. Die Verluste die die SVP bei Persönlichkeitswahlen (Brunner, Bortoluzzi , Mauer) regelmässig einfährt, wäre die beste Möglichkeit, diese Partei loszuwerden.
Geht die SVP tatsächlich in die Opposition, ist das die kopflose Reaktion, einiger beleidigter Leberwürste, die nicht fähig sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen.
Die Politik der blocherschen SVP funktioniert genauso gut, wie das Bankgeschäft der ospelschen UBS. Die Zeit der neoliberalen Konzepte und des Sharholder Value sind abgelaufen, andere Themen und Kräfte bestimmen die Politik des nächsten Jahrzehnts. Ospel, Blocher, Ebner, Rey und der Rest des neoliberalen Vereins, werden nicht mehr dabei sein.

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Autor: gedankenblitze  •  14. Dezember 2007  • Rubrik: Soziale Frage •  Comments (2) • 
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2 Kommentare zu “Blocher und Ospel oder das Ende der neoliberalen Dekade”

  1. hans

    wenn man schon zu zeitgenössischen themen schreiben will, dann sollte man sich wenigstens rudimentär den fakten entlang bewegen. ein kleiner tip: ospel und blocher sind ganz sicher keine freunde mehr, seit blocher mit schimpf und schande aus dem verwaltungsrat der sbg (heute ubs) gekippt wurde. aber eben, wenn’s passt, dann schreibt man halt, was einem gerade so in den sinn kommt.

  2. admin

    Der Tagesanzeiger sieht es so:
    Besonders gut verträgt sich der Ex-Magistrat etwa mit UBS-Präsident Marcel Ospel – und dies obwohl oder vielleicht auch gerade weil Blocher einst zusammen mit Martin Ebner zum Angriff auf das Vorgängerinstitut Bankgesellschaft geblasen hatte.
    http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/wirtschaft/823359.html


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