Warum Youme.net scheitern musste

Dilettanten am Werk

Laut persoenlich.com stellt das Verlagshaus Ringier stellt die Community Youme.net ein. Youme.net ging 2007 online und wird aufs Eis gelegt bevor es einer bereiteren Öffentlichkeit bekannt werden konnte.
Youme.net ist zum Opfer der vielen Fehler und konzeptionellen Mängeln geworden.
Wer den digitalen Marktplatz der Zukunft schaffen will, muss mit der grossen Kelle anrichten.
Ringier besitzt genug Ressourcen, um für ein Produkt Werbung zu machen.
Denkbar ist es das die Verantwortlichen zu wenig von ihrem Projekt überzeugt waren und die Ausgaben scheuten.
Das grösste Handicap von Youme.net ist das Design. Obwohl die Community gut gemacht ist, werden Silver- und Durchschnittssurfer vom eigenwilligen Design abgestossen.

Faktoren die eine Web 2.0 Community erfolgreich machen:

  • Das Projekt muss alle relevanten Zielgruppen ansprechen und einbinden können. Eine Zielgruppe reicht nicht um ein Projekt rentabel betreiben, zu können. Die relevante Zielgruppen für eine Community sind alle Leute die Zeit haben: Jugendliche, Silversufer, Hausfrauen, Arbeitslose, etc.
  • Das Design muss neutral sein und alle Zielgruppen ansprechen. Alle Regeln der Usability müssen konsequent befolgt werden.
  • Das Projekt muss über Schnittstellen gegen aussen verfügen. Es muss „Mash Up Fähig“ sein: Widget, Plugnis, Feeds, XML Schnittstellen etc.
  • Das Werbebudget muss nachhaltige Crossmedia Werbung erlauben: Print, Radio, TV, Give a Ways und Plakate.
  • Die Communityplattform muss in der Realwelt verankert sein. Es braucht physische Produkte, die mit der Community in Verbindung gebracht werden können: Merchandising, Wettbewerbe, Sponsor, Kultur etc.
  • Die Communityplattform muss einen Mehrwert bieten. Ohne Alleinstellungsmerkmale ist das beste Projekt zum Tode verurteilt.

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Autor: gedankenblitze  •  17. Juni 2009  • Rubrik: Digital, Medien •  Kommentare (0) • 
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