SVP: Wie halbiert man eine Partei?

Seit Peter Spuhler, sich über die Gefahren Minarett-Initiative geäussert hat, hängt in der SVP der Haussegen schief.
Peter Spuhler hat nur das Offensichtliche ausgesprochen. Das Verbot von Minaretten ist ein Schwachsinn der den guten Ruf der Schweiz beschädigt und keine Probleme löst.
Offensichtlich ist es um die Umsichtigkeit der meisten SVPler schlecht bestellt. Verbote nützen nichts, seit Jahrzehnten wird den Jugendlichen das Rauchen verboten, aber die Raucher sterben nicht aus.
Die Diskussion um die Integration der Moslems in der Schweiz und um die Abschottungstendenzen von Migranten mit einem bildungsfernen Hintergrund ist legitim.
Die Minarette-Initiative verbessert nichts, sie macht alles schlimmer und komplizierter.
Die Idee einiger SVP-Exponenten Peter Spuhler aus der Partei auszuschliessen, ist eine Dummheit sondergleichen. Der Ausschluss von Eveline Widmer-Schlumpf hat der SVP zurückgeworfen, vor der Parteispaltung lag ein Wahlanteil von 40 Prozent in Griffweite, heute kann die SVP froh sein, wenn sie auf 25 Prozent kommt. Schliesst die SVP Peter Spuhler aus, dann verliert sie nochmals 5 Prozent.
Die SVP ist ein hoffnungsloser Fall, wer aus den Fehlern der Vergangenheit nichts lernt und seine Zeit mit schwachsinnigen Initiativen verplempert, dem ist nicht mehr zu helfen.

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Autor: gedankenblitze  •  2. November 2009  • Rubrik: Medien •  Kommentare (2) • 
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2 Kommentare zu “SVP: Wie halbiert man eine Partei?”

  1. Paul Buchegger

    Einen Ausschluss von Peter Spuhler muss Ch. Blocher wohl verhindern, auch wenn Spuhler für ihn ein parteiinter Konkurrent geworden ist. Denn ein Ausschluss könnte den Wirtschaftsflügel der SVP (mindestens teilweise) wegsprengen und das wäre für Blocher der Super-GAU. Auch würde wohl ein Ausschluss die SVP des Kt. Thurgau in die Arme der BDP treiben, da dieser Kanton sowieso eine liberalere Form von SVP-Ideologie pflegt. Die durch Ulrich Schlüer und seinen Trabanten Lukas Reimann (ist VR in Schlüers Schweizerzeit Verlags AG und wie Schlüer Vorstandsmitglied der AUNS)fanatisierten jungen SVP-Hitzköpfe setzen Blocher unter Druck. Sie zwangen ihn bereits, sowohl beim Referendum gegen die Personenfreizügikeit als auch bei der Minarettverbotsinitiative zu lavieren. Der radikalisierte SVP-Nachwuchs hat Blocher bereits rechts überholt und er ist für ihn insoweit eine Gefahr, als Blocher nicht mehr völlig frei die Parteistrategie bestimmen kann wie er möchte. Die SVP-Jungspunde könnten sonst gegen ihn rebellieren.

  2. gedankenblitze

    Das Problem der SVP ist, dass sie aus zu vielen Teilen besteht, die nicht zusammengehören.
    Der ursprüngliche Zweck der SVP war Christoph Blocher wählen und seinen Wünschen folge zu leisten.
    Nun da Christoph Blocher Alters halber ausfällt, zerfällt die SVP wieder in ihre ursprünglichen Bestandteile


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