Rache für Kurt und René
Lange hat es gedauert, bis die Gesellschaft entdeckte, dass Kinder auch Menschen sind, deren Rechte respektiert werden müssen.
Heute ist es bei Strafe verboten, ein Kind physisch oder psychisch zu misshandeln.
Das war nicht immer so. Als ich in den 1970er Jahren in Stein am Rhein zu Schule ging, war ein Kind nichts wert. In den 1970er Jahren war die Ansicht noch verbreitet, dass eine richtige Trachtprügel und Schläge, noch niemand geschadet haben.
Wer erwachsen war, der durfte aus nichtigem Grunde Kinder schlagen. Egal ob es die Eigenen oder fremde Kinder waren, wer zu schlug, der hatte nichts zu befürchten.
Lehrer Winiger und Fräulein Jucker die Unterstufenlehrerinnen waren dafür bekannt, dass sie brutal und ohne einen richtigen Grund zu haben, die Kinder schlugen. Es genügte aus dem Fenster zu schauen, um zwei Ohrfeigen verpasst zu bekommen („en Satz roti Ohre“).
Adolf Wegrath, der Besitzer der Rheingarage war dafür berüchtigt das Er seine Lehrlinge verprügelte.
Wachtmeister Studer, der Stadtpolizist war dafür bekannt, dass er schnell handgreiflich wurde. Bei ihm galt die Regel, dass man ihm nie auf der Strasse begegnen sollte, den er konnte aus nichtigem Grunde böse werden.
Ende der 1970er Jahre wurde ein Töffli gestohlen. Um den Schuldigen zu eruieren, wurden die stadtbekannten Tunichtguts Réne M. und Kurt G. aufgegriffen und auf den Polizeiposten gebracht. Dort wurden sie „verhört“, das heisst, dass Wachmeister Studer sie in die Mangel nahm und mithilfe von Ohrfeigen Informationen aus sie herausprügelte.
Da unschuldig wurden René M. und Kurt G. nach einiger Zeit wieder laufen gelassen. Der ohrfeigende Wachmeister Studer wurde für seine Übergriffe genauso wenig wie der prügelnde Lehrmeister Wegrath zur Rechenschaft gezogen.
Wie im Newsnetz zu lesen war, haben sich die Zeiten geändert. Ein Berner Sanitätspolizist der einen Jugendlichen geohrfeigt hatte, wurde zu einer Busse von 300.- Franken verurteilt. Das Bundesgericht, das er angerufen hatte, bestätigte in letzter Instanz die Busse.
Den Töfflibuben René M. und Kurt G. hilft, dass nicht mehr, aber den heutigen Löffelbuben die von dem neuen Rechtsbewusstsein profitieren.
Dem Sohn von Lehrer Winiger sind die gewältigen Erziehungsmethoden seines Vaters nicht gut bekommen. In den 1980er Jahren machte sie Winie als Neonazi einen Namen. Er pflegte gemeinsam mit seinen Spiessgesellen „Linken“ vor dem Fass und dem Kulturzentrum Kammgarn aufzulauern und sie zu verprügelten.
Polizist ohrfeigt Schüler und blitzt vor dem Bundesgericht ab
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Autor: gedankenblitze • 5. November 2009 • Rubrik: Medien • Kommentare (0) •
Tags: Gewalt, Ohrfeigen, Polizei, Sanitätspolizei Bern, Stein am Rhein